Sonntag, 8. Januar 2017

[R] Bis(s) zum Abendrot #3 von Sephanie Meyer

  Carlsen Verlag | 624 Seiten | Band 3 von 4 | Hardcover | Februar 2008 | Amazon →
Klappentext:

Bellas Leben ist in Gefahr. Seattle wird von einer Reihe rätselhafter Mordfälle erschüttert, ein offensichtlich blutrünstiger Vampir sinnt auf Rache. Und seine Spuren führen zu Bella. Aber damit nicht genug: Nachdem sie wieder mit Edward zusammen ist, muss sie sich zwischen ihrer Liebe zu ihm und ihrer Freundschaft mit Jacob entscheiden - wohl wissend, dass sie damit den uralten Kampf zwischen Vampiren und Werwölfen neu entfachen könnte ...  Der Tag der Entscheidung rückt immer näher - was wird Bella wählen: Leben oder Tod ?

Zum Buch:

 "Pass auf", sagte ich. "Mir ist es egal, ob jemand Vampir oder Werwolf ist. Das ist völlig unwichtig. Du bist Jacob und er ist Edward und ich bin Bella. Alles andere zählt nicht."

Ich habe das Gefühl ich habe ewig an dem Buch gelesen, und als ich es beendet hatte, wusste ich gar nicht mehr, was am Anfang passiert ist. Ich finde die 624 Seiten etwas überzogen. Vor allem der Anfang. Es passiert rein gar nichts und dann ab Seite 500 fängt es erst an spannend zu werden. Das hat mir einfach zu lange gebraucht.

Ich riss die Tür auf - ich konnte es kaum abwarten - und da war er, mein persönlicher Engel.
Nach all der Zeit war ich immer noch nicht immun gegen seine Schönheit.

Am Anfang dachte ich, das Bella nicht mehr so dramatisch bezügliche Edward ist und das hat mich wirklich beruhigt, es war zwar an manchen Stellen noch so überirdisch, aber hier hat sie wenigstens nie vergessen und atmen, während sie ihn ansieht. Ich meine, what ? Ich verstehe bis heute nicht, wie Stephanie Meyer schreiben konnte, dass Bella ohnmächtig wird, nur weil sie während sie ihn ansieht vergisst zu atmen. Hier jedoch wird sie nicht ohnmächtig und nur ganz leicht vergisst sie zu atmen.

 "Schlaf, meine Bella. Träum süß. Du bist die Einzige, die je mein Herz berührt hat. Es wird immer dir gehören. Schlaf, meine einzige Geliebte."

Ich fand auch Edward hier richtig merkwürdig. Er war so extrem besitzergreifend, schon fast Christian Grey mäßig. Auch hat er sie dauernd bevormundet, so in der Art sie hat ja eh keine Ahnung. Erst erzählt er ihr, wie sehr er sie liebt und im nächsten Moment spricht er schon wieder, als ob sie 10 Jahre alt wäre. Er kam mir richtig alt vor, das war echt nicht mehr romantisch süß, was er abgezogen hat. Ich fand gut, dass Bella sich davon nicht hat einschüchter lassen und trotzdem ihr Ding durch gezogen hat. Sonst wären sie wirklich wie Anastasia und Christian. Jetzt kann ich verstehen, wie E. L. James aus Twilight Shades of Grey schreiben konnte. Nach diesem Band ist die Fan Fiction gar nicht so weit entfernt.

Und dann Jacob erst. Meine Güte! Wie kann man nur so nervig sein. Er übertreibt es einfach maßlos bei Bella und ich kann nicht verstehen wie sie das zulässt und irgendwie stachelt sie ihn mit ihrem Verhalten immer mehr an.
Generell konnte mir Stephanie Meyer diese Dreiecks Beziehung nicht verkaufen. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich das Ende schon kenne, aber das kommt einfach total unecht und unrealistisch rüber. Ich kann nicht verstehen, wie manche glauben konnten das Bella vielleicht mit Jacob zusammenkommt, wo sie doch immer nur an Edward denkt.

"Sie ist mein". Edwards Stimme klang plötzlich düster, nicht mehr so beherrscht wie vorher. "Ich habe nicht behauptet, dass ich fair kämpfen werde."
"Ich auch nicht."
"Dann viel Glück."
Jacob nickte. "Ja, auf dass der Bessere gewinnt."
"Das hört sich gut an ... Hündchen."

Das ist wirklich die unrealistischste Dreiecksbeziehung und Stephanie Meyer hätte sich dort echt einwenig mehr mühe geben können, wenn es spannender hätte werden sollen.
Das Ende ist eben auch total weichgespült. Genau wie die ganze Story rund um Bella und Edward. Da fehlt einfach eine gewisse Würze oder etwas unerwartetes und nicht immer nur Liebe, Kitsch und rosarote Brillen.
Man hat das Gefühl, das Stephanie Meyer niemanden verletzten möchte und möchte das am Ende alle zufrieden sind, aber das geht nun mal nicht.

 "Er ist wie eine Droge für dich, Bella."

Den Schreibstil fand ich ziemlich schön, abgesehen von den dauernden Beschreibungen, wie überirdisch schön doch Edward sei und wie nutzlos Bella sich fühlt. Gegen Ende jedoch haben Bella und co. auf einmal dauernd "Öhm" gesagt. Am Anfang habe ich es nicht bemerkt, aber nach und nach kam das wirklich die ganze Zeit und das hat echt genervt. 

"Wohin du auch blickst", sagte Jacob, und seine Stimme war plötzlich weit weg, "nimmt die Natur ihren Lauf ... Jäger und Beute, der endlose Kreislauf von Leben und Tod."


Fazit:

Der Anfang was zu langatmig und leider zu Weichgespülte Geschichte und Charaktere. Trotz allem mag ich die Bücher rund um Bella und Edward, auch wenn mir das alles zu übertrieben ist.Es hat halt seinen eigenen Charme.









0 Wegweiser

Kommentar veröffentlichen