Mittwoch, 16. November 2016

Die Insel der besonderen Kinder - Film

Aloha,
als ich den Trailer gesehen habe, war ich anfangs total überrascht, da ich immer dachte, dass es ein horror/grusel Buch ist, aber der Trailer hat mich total angesprochen und dann einpaar Tage, bevor ich den Film gesehen habe, ist das das Buch angekommen und einen Tag vor dem Film habe ich es dann gelesen.
Schon während des Lesens ist mir aufgefallen, das dort vieles ganz anders ist, aber erst als ich mir dann den Film angeschaut habe, habe ich das ganze ausmaß erblickt.

Fangen wir bei den Charakteren an. Jacob und Miss Peregrine waren für mich total gelungen von den Schauspielerin her! Jedoch hat mir Miss Peregrine mit ihrer blöden Taschenuhr den letzten Nerv geraubt! Im Buch war sie damit nicht so penetrant, aber im Film nimmt sie die gefühlt alle 5 Sekunden raus und sagt irgendwas über die Uhrzeit, das hat nach einer Zeit wirklich genervt.
Ella Purnell als Emma war .... Warte Emma? Aber Emma konnte doch nicht schweben, das war doch Olive, aber Olive kann hier doch mit dem Feuer umgehen, aber das war doch eigentlich Emma... HÄH?!
Wer die Bücher gelesen hat, weiß das Emmas besondere Gabe das Feuer ist und Olive schweben kann (jedoch keines Falls Luft als abwehr pusten kann). Ich verstehe nicht, wieso beide vertauscht wurden, es macht einfach überhaupt keinen Sinn.
Auch wurde die Beziehung zwischen Emma und dem Großvater von Jacob nicht richtig erklärt und nicht genug eingegangen, was mir auch gefehlt hat. Denn sein Großvater war eben mit ihr zusammen und das weiß Jacob und findet es eben auch merkwürdig am Anfang. Was verständlich ist, aber hier wird das total unter den Teppich geschoben.
Ich fand es sehr schade, dass Millard keine so große Rolle im Film hatte, da er im Buch einer meiner Lieblinge war und die Stimmung immer etwas aufgeheitert hat.
Enoch fand ich etwas zu Psychohaft, aber im Buch ist er ja auch nicht so lieb, aber im Film kam er mir schon total krank vor.  Was dann einer der letzten Liebesszenen etwas geschwächt hat, da ich es ihm einfach nicht abkaufen konnte.
Bei den Schauspielern der anderen Kinder habe ich gar nicht so große Probleme, da ich mich eher an Emma/Olive fesgebissen habe.

Das die Hollows auf einmal durch Zeitschleifen gehen können, auf einmal riesig sind, obwohl sie ja nur Menschen sind und die Zeitschleife vom Jahr 1940 auf 1943 geändert wurde ist irgendwie noch zu verkraften, wäre dann nicht das Ende gekommen.
Das hat es total in sich, da es einfach mal komplett verändert wurde.
Ich weiß nicht, was sich Tim Burton dabei gedacht hat, ehrlich nicht. Die Bücher sind ja eine Trilogie und der erste Band hört so spannend auf, das hätte man so gut in einen Dreiteiler verfilmen können, aber da haben wir die Rechnung nicht mit Tim Burton gemacht. Denn mit diesem Ende, kann man überhaupt nicht mehr an die Bücher anknüpfen. Auch kann ich mir nicht vorstellen, was da noch für ein zweiter Teil gedreht werden soll. Richtig enttäuschend! Ich war selten so enttäusch von einer Buchverfilmung, den nichts anderes ist es. Er hat das Buch als Vorlage. Wenn man sich aber den Film ansieht, denkt man, dass Tim Burton sich die ersten 50 Seiten durchgelesen hat und dann dachte, das kann ich besser und es in die Ecke gepfeffert hat. Man kann an den Fingern abzählen, was so geblieben ist und das Endergebnis hätte ich mir anders gewünscht. Nicht um sonst sind die Bücher Bestseller geworden! Ransom Riggs hat schon gewusst, wie er die Bücher schreibt und ich finde das man das berücktsichtigen sollte, wenn man ein Buch verfilmt.







1 Wegweiser

  1. Liebe Anna, ich fühle so mit dir, erst eben sah ich mir NUR den Trailer zum Film an und bin entsetzt. Er zerstört mein wunderschönes mysteriöses sehr dunkel gehaltenes jedoch fantastisches Bild zum Buch. Natürlich kann nicht GERADE MEIN BILD was in meinem Kopf beim lesen entstand verfilmt werden. Das wäre zu schön... aber im Film scheint die Tatsachen verdrehung enorm zu sein... daher werde ich nur die Bücher lesen und meine Phantasie benutzen.
    Liebe grüße

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